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Abmahnungen sind ein altes Leid der Online-Händler. Der Händlerbund untersucht diesen Bereich seit 2015 regelmäßig. Im vergangenen Jahr sank dabei erstmals der Anteil der Händler, die eine Abmahnung erhalten haben – doch das Risiko steigt nach Ansicht der Befragten weiter.

Viele Online-Händler sehen ein steigendes Abmahnrisiko in der Branche: Wie der Händlerbund in seiner aktuellen Abmahnstudie ermittelt hat, gaben 47 Prozent der 726 befragten Händler an, dass das Abmahnrisiko gestiegen sei. Im Jahr 2017 waren es noch 44 Prozent der Händler, die diese Ansicht vertraten. Lediglich acht Prozent der Befragten sahen im Jahr 2018 ein sinkendes Abmahnrisiko (2017: 10 Prozent).

Damit gehören Abmahnungen weiterhin zum Alltag der Händler. Dennoch offenbart die Abmahnstudie des Händlerbundes einen Lichtblick: Erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2015 sank der Anteil jener Händler, die eine Abmahnung erhalten haben: Waren 2017 noch 28 Prozent betroffen, erhielten im vergangenen Jahr „nur“ 22 Prozent der Befragten ein solches Schreiben. Zwei Drittel von ihnen erhielten dabei eine Abmahnung, rund jeder Vierte wurde sogar zweimal abgemahnt. Vier Prozent der betroffenen Händler mussten sich sogar mehr als dreimal mit einer Abmahnung auseinandersetzen.

Die DSGVO verdrängt die Klassiker

Mit der im letzten Jahr in Kraft getretenen DSGVO hat sich auch ein neues Abmahnrisiko für die Händler enthüllt: 57 Prozent der Befragten stufen die Datenschutzgrundverordnung als gefährlichstes Abmahn-Thema ein. Die „Klassiker“ Wettbewerbsrecht, Urheberrecht und Markenrecht kommen auf 33, 12 und 15 Prozent. Das neue Verpackungsgesetz, das seit dem 1. Januar 2019 gilt, wurde von jedem fünften Händler als Abmahnrisiko eingestuft.

Doch was passiert nach einer Abmahnung? Immer häufiger kommt es zu einem außergerichtlichen Vergleich: 36 Prozent der Fälle enden mittlerweile so. Im Jahr 2017 waren es noch 32 Prozent. Knapp jede fünfte Abmahnung (19 Prozent) wird letztendlich vor Gericht verhandelt – ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr (20 Prozent). Auch die Zahl der Händler, die die Unterlassungserklärung unterschreiben, ging leicht zurück: von 55 Prozent im Jahr 2017 auf 48 Prozent im Jahr 2018.

Kosten pro Abmahnung im vierstelligen Bereich

Obwohl fast jeder zweite Abgemahnte die Unterlassungserklärung unterzeichnet, warnt der Händlerbund eindringlich davor, diese Unterschrift vorschnell zu leisten. Denn bei Nichteinhaltung der Unterlassungserklärung drohen hohe Strafen, die vor allem für kleinere Händler schnell existenzbedrohend sein können. In jedem Fall sollten sich Betroffene von einem Juristen beraten lassen.

Apropos Kosten: Die Mehrheit der befragten Händler (62 Prozent) musste im Jahr 2018 pro Abmahnung im Schnitt mehr als 500 Euro zahlen. Für 39 Prozent der Befragten entstanden pro Abmahnung sogar durchschnittliche Kosten im vierstelligen Bereich. Im Vorjahr waren es nur 28 Prozent der Händler, die derartige Kosten hatten – die Abmahnungen scheinen also teurer zu werden.

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Über den AutorMichael Pohlgeers, stellvertretender Chefredakteur beim Händlerbund
Michael Pohlgeers ist stellvertretender Chefredakteur beim Händlerbund und seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Er schreibt auf den Infoportalen OnlinehändlerNews, Amazon Watchblog, Logistik Watchblog und im Onlinehändler Magazin zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.
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