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E-Mail-Signaturen als Gratis-Marketingflächen

Kaum ein Kommunikationsmedium wird so intensiv genutzt wie die E-Mail – dies gilt insbesondere im Business-Umfeld. Täglich werden weltweit rund 270 Millionen der elektronischen Nachrichten verschickt. Die dabei zur Verfügung stehende, nahezu unbegrenzte Fläche für Marketingzwecke zu nutzen, ist da fast nur eine logische Konsequenz. Ähnlich sieht dies auch Tao Bauer, Geschäftsführer von Mailtastic und der NETSTAG GmbH, wie in seinem Vortrag zu dem Thema auf der DMEXCO 2018 deutlich wurde.

E-Mail-Signaturen – Grundlegende Tipps

 

Der standardisierte Abschluss von E-Mails dient ursprünglich und insbesondere der Hinterlegung verschiedener personenbezogener Daten wie beispielsweise der Anschrift und anderer Kontaktmöglichkeiten des Absenders. Im beruflichen Kontext kommen rechtlich geforderte Angaben hinzu.

 

Generell sollten dabei die folgenden Punkte beachtet werden:

  • Einheitlicher Aufbau der Signatur bei allen Mitarbeitern
  • Anpassung an CI (Corporate Identity) beziehungsweise CD (Corporate Design)

 

Dies sorgt für einen professionellen, seriösen Auftritt und schafft somit Vertrauen beim Empfänger der E-Mail.

Die E-Mail-Signaturen sind der am meisten unterschätzte Owned-Marketing-Kanal, den es gibt. Wer seine Signaturen clever mit relevanten Call-to-Action-Kampagnen ausstattet, kann einen ROI (Return on Investment) erzielen, von dem Marketer sonst nur träumen können.

(Tao Bauer, Geschäftsführer von Mailtastic und der NETSTAG GmbH)

Einfache Kosten-Nutzen-Rechnung

 

Seine E-Mail-Signatur als Marketing-Tool zu nutzen, bietet sich aus unterschiedlichen Gründen an: Zum einen sind sich Absender und Empfänger vor allem im B2B-Bereich meist bekannt. Dadurch herrscht ein gewisses Grundvertrauen, was die Effektivität positiv beeinflusst und steigert. Zum anderen kennen Sie die genaue Reichweite Ihrer E-Mails, da Sie sowohl die Anzahl der versendeten Nachrichten sowie der Adressaten nachverfolgen können. Im Schnitt schreibt ein Mitarbeiter rund 35 Mails pro Tag, die jeweils circa 2,5 Mal geöffnet werden. Die Anzahl der Impressions lässt sich anhand dieser Zahlen einfach berechnen.

 

Aus dieser Kalkulation ergibt sich zudem ein annähernder Gegenwert von E-Mail-Signatur-Marketing: Die Marketingmaßnahmen (zum Beispiel die Hinterlegung eines Links) sind an sich zunächst mit geringen Kosten verbunden – diese ergeben sich hauptsächlich daraus, dass ein Mitarbeiter Zeit in die Gestaltung und die Auswertung investiert.

Beispielrechnung:

Bei einem Unternehmen mit 100 Mitarbeitern ergibt sich dieser theoretische Wert:

100 Mitarbeiter x 220 Arbeitstage x 35 Mails x 2,5 Öffnungen = 1,925 Mio. Impressions

 

Bei einer Klickrate von nur einem Prozent und einem CPC (Cost per Click) von einem Euro macht dies einen Gegenwert von 19.250 Euro.

Mögliche Marketingmaßnahmen

 

Beim E-Mail-Signatur-Marketing können Sie unterschiedliche Themen aufgreifen:

  • Binden Sie Links zu Social Media-Profilen ein, um die Interaktion von Kunden und Partnern mit Ihrer Marke zu steigern.
  • Verweisen Sie auf eigene Blogs oder gezielt auf Blogbeiträge, die für den Adressaten relevant sind. Somit erhöhen Sie sein Interesse an Ihrem Unternehmen, Ihren Produkten und Services.
  • Kündigen Sie Events wie Messen, Tagungen und Konferenzen an, bei denen Sie anzutreffen sind. Eröffnen Sie somit die Möglichkeit eines persönlichen Kennenlernens.

 

Hierbei kann auch der Einsatz von speziellen Softwarelösungen sinnvoll sein: Diese bieten Ihnen zahlreiche Funktionen, um die Maßnahmen individueller zu gestalten und deren Erfolg zu steigern. So können Sie etwa für verschiedene Personen(cluster) unterschiedliche Signaturen anlegen – beispielsweise eine für Partner und eine für Kunden. Auch automatische Aktualisierungen sind denkbar: Auf diese Weise können Sie immer den Link der aktuellsten Kampagne einbinden, ohne dass jeder Mitarbeiter seine Signatur manuell anpassen muss. Dies hilft Ihnen zusätzlich, Zeit und Kosten zu reduzieren.

 

Zudem sollten Ergebnisse gemessen und in die Planung zukünftiger Aktivitäten einbezogen werden. Ein weiterer praktischer Anwendungsfall ist ein A/B-Test von Werbebannern: Bevor Sie diese im großen Stil ausrollen, können Sie zunächst herausfinden, welches Design in den E-Mails besser performt.

Wann Vorsicht geboten ist

 

Zwar bietet E-Mail-Signatur-Marketing diverse Vorteile und kann Ihre Marketingaktivitäten als zusätzliche Maßnahme unterstützen. Dennoch sollte es nicht inflationär eingesetzt werden: Je nach Inhalt und Bestimmungszweck der E-Mail sowie Absender und Empfänger kann es andernfalls als unzulässige Werbung eingeordnet und entsprechend abgemahnt werden. Dies gilt unter anderem, wenn Kunden der Zusendung von Werbung nicht zugestimmt oder eine entsprechende Zustimmung widerrufen haben. Daher ist insbesondere bei systemgenerierten E-Mails tendenziell davon abzuraten.

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