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Google Shopping abgespalten

Google reagiert auf Urteil der EU-Kommission

Nachdem Google bereits seit einiger Zeit in der Kritik stand, eigene Dienste zu bevorzugen, folgte im Juni diesen Jahres das Urteil der EU-Kommission: Neben einer Rekordstrafe in Milliardenhöhe umfasste es auch die Auflage, durch eine Umstrukturierung die Bevorteilung auszuräumen. Google hat nun reagiert und kündigte an, Google Shopping abzuspalten und zukünftig als Mitwettbewerber um die Anzeigenplätze ins Rennen zu schicken. Dies wird einige Änderungen für Online-Händler zur Folge haben.

Google Shopping soll eigenständig wirtschaften

Hauptkritikpunkt der EU-Kommission war die prominente Platzierung der Google Shopping-Anzeigen, die bei entsprechendem Suchbegriff einen Produktvergleich verschiedener Onlineshops präsentiert. Andere Preisvergleichsdienste haben dabei das Nachsehen, denn sie erscheinen erst weiter unten in den Suchergebnissen. Der vorgelegte Plan soll dies nun ändern: Google will Google Shopping abspalten und als eigenständiges Unternehmen agieren lassen. So soll es in Zukunft mit anderen Diensten gleichberechtigt um Anzeigen bieten. Der Entwurf sieht vor, dass Google Shopping das dafür benötigte Geld selbst erwirtschaftet und nur Anzeigen für Produkte kaufen darf, bei denen ein entsprechend hoher Umsatz zu erwarten ist. Google Shopping tritt dadurch in direkte Konkurrenz zu den Online-Händlern. In dem Ergebnisbereich, der bis jetzt durch Google Shopping bestückt wird, sollen in Zukunft auch andere Anbieter Anzeigen schalten können. Dies war bisher zwar auch möglich, lief jedoch über das Einbuchen des Angebots bei Google Shopping.

Beobachter sehen den Vorschlag kritisch

Google sieht damit die Forderungen der EU-Kommission erfüllt, da Google Shopping mit der Umsetzung die gleichen Bedingungen wie anderen Diensten gestellt werden. Beobachter kommentieren den Vorschlag jedoch kritisch: Sie sehen in der Teilnahme am Biet-Verfahren vor allem eine finanzielle Umverteilung innerhalb des Unternehmens, denn Google Shopping wird zwar abgespalten, gehört jedoch weiterhin zum Mutterkonzern Alphabet. Konkurrenten müssen nun praktisch gegen Google bieten, um einen Anzeigenplatz zu erhalten. Experten vermuten, dass dies in der Zukunft mit steigenden Ausgaben für die Unternehmen verbunden sein wird und so vorrangig große Händler den Löwenanteil der Anzeigen schalten können. Dies, so die Befürchtung, würde die Diversität der Angebote einschränken. Nachdem der erste Entwurf von Googles Umstrukturierung abgelehnt wurde, steht die Entscheidung der EU-Kommission zum neuen Vorschlag indes noch aus.

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