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Infografiken für das Content Marketing erstellen

Warum eine Grafik mehr als tausend Bilder sagt

Infografiken springen dem Betrachter regelrecht ins Auge: Ob im Social-Media-Feed oder auf einer Website, die sofortige Aufmerksamkeit ist Ihnen durch visuelle Inhalte sicher. Die bunten Bild-Text-Kombinationen leisten jedoch noch viel mehr und dank browserbasierter Designprogramme ist ihre Erstellung einfacher denn je.

1. Was sind Infografiken?

Unter dem Begriff Infografik versteht man allgemein die strukturierte visuelle Aufbereitung von Fakten und Zusammenhängen aus einem bestimmten Themenkomplex. Dabei werden unterschiedliche Daten und Aspekte miteinander in Beziehung gesetzt, zum Beispiel nach einer bestimmten Hierarchie oder Chronologie, um dem Betrachter (neues) Wissen zu vermitteln.

In der Regel handelt es sich bei Infografiken um Text-Bild-Kombinationen, deren Ebenen unterschiedlich gewichtet sein können. So fallen listenbasierte Varianten oftmals relativ textlastig aus, während Diagramme in der Regel nur wenige Worte und Zahlen enthalten.

Infografiken bestehen aus Bild- und Textebenen, die in verschiedensten Gewichtungen vorliegen können.

Die journalistische Darstellungsform ist in den Printmedien seit Langem etabliert, doch gerade das Internet und die Entwicklung zu immer mehr Inhalten von unzähligen Absendern (der sogenannte Content-Schock) haben ihre Beliebtheit stark erhöht. Neue technische Möglichkeiten ließen außerdem eine weitere Art von Infografik entstehen: Dynamische Varianten zeichnen sich durch Verlinkungen, Animationen und Videos aus, die zum Teil durch den Benutzer aktiviert werden.

→ Im Content Marketing gelten oftmals weniger strenge „Regeln“ für die Einordnung: Jede Text-Bild-Kombination mit einem gewissen Informationsgehalt zählt hier bereits als Infografik, während im Journalismus höhere Ansprüche gestellt werden. Für beide Formate gilt allerdings, dass ein Schaubild selbsterklärend sein muss und ohne weitere Anleitung verstanden werden kann.

2. Alle Vorteile auf einen Blick

Während Text erst angelesen werden muss, lassen sich Bilder direkt erfassen. Sie verdeutlichen komplexe Sachverhalte, die mit Worten allein nur schwierig oder umständlich zu erklären sind. Stellen Sie sich eine Ikea-Bauanleitung vor, die lediglich aus Text besteht …

Wenn nun ein Bild mehr als tausend Worte sagt, was können dann erst Bild-Text-Kombinationen wie Infografiken leisten?

Eine gelungene Infografik liefert dem Betrachter nicht nur einen schnellen, strukturierten Zugang zu Informationen, sondern begeistert ihn auch durch eine ansprechende Optik. Welche weiteren Vorzüge die Schaubilder bieten, sehen Sie im Folgenden:

Zehn Gründe, warum Sie Infografiken nutzen sollten:

Infografiken bieten sowohl dem Ersteller als auch dem Nutzer einen großen Mehrwert.
Infografiken, die Geschichten erzählen, werden besonders geschätzt.

→Der begrenzte Platz, vor allem bei der Anzeige auf mobilen Endgeräten, hält Sie dazu an, sich bei der Visualisierung auf die Kernaussagen Ihres Themas zu beschränken. Genau diese Kompaktheit macht eine gute Infografik aus und sorgt dafür, dass sie schnell konsumierbar ist. Somit präsentiert sich ein vermeintlicher Nachteil bei der Erstellung von Infografiken nicht nur für den Betrachter als Vorteil.

3. Gängige Arten von Infografiken

Infografiken lassen sich nach diversen Kriterien zusammenfassen oder unterscheiden. Ein Ansatz ist beispielsweise die Sortierung anhand von Ordnungsprinzipien, nach denen die Daten miteinander in Beziehung stehen. Das Arrangement kann nach chronologischen, alphabetischen und hierarchischen Gesichtspunkten erfolgen, aber auch nach geografischen Merkmalen oder anhand von Kategorien.

Ein Organigramm basiert auf hierarchischen Prinzipien, während Pyramidendiagramme wie die Ernährungspyramide mit Kategorien arbeiten. Ein Zeitstrahl repräsentiert dagegen die chronologische Ordnung, beispielsweise der eigenen Unternehmensgeschichte.

Eine andere Möglichkeit ist die Differenzierung nach der jeweiligen Visualisierung: Ein Flussdiagramm weist beispielsweise eine andere Optik auf als ein Tortendiagramm und eignet sich am besten zur Darstellung von Prozessen. Mit einem Zeitstrahl können Sie dagegen historische Daten und Meilensteine sichtbar machen.

Weitere Infografiken und ihre Einsatzgebiete:

  • Linien- und Balkendiagramm: für Vergleiche und historische Entwicklungen über einen bestimmten Zeitraum
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung: zur Erklärung von Abläufen und Vorgehensweisen; oft wie listenbasierte Infografiken relativ textlastig, durch Farben und Elemente strukturiert und mit passenden Symbolen aufgelockert
  • Entscheidungsbaum: zur Einordnung oder Entscheidungsfindung, häufig mit Ja/Nein-Fragen als Strukturelement
  • Kartenbasierte Infografik: um länderspezifische Unterschiede sichtbar zu machen, etwa den Anteil von Frauen in Führungspositionen in EU-Mitgliedsstaaten
  • Pyramidendiagramm: zur Abbildung hierarchischer Systeme; ein bekanntes Beispiel ist die Ernährungspyramide, die die empfohlene Menge von Lebensmittelgruppen in ihrem Verhältnis darstellt
  • Zahlenbasierte Infografik: für die Veranschaulichung von umfangreichem Zahlenmaterial; oft spiegelt die Größe der dargestellten Zahl dabei ihren Effekt wider

Infografiken mit noch mehr Mehrwert: Gemischte Infografiken :

  • Einzelne Infografiken: bieten einen sehr fokussierten Blick auf einen einzelnen Aspekt und gelten daher als Content, der auf Social-Media-Plattformen häufig geliked und geteilt wird.
  • Darstellungen, die ein Thema ausführlich beleuchten, bestehen dagegen meist aus diversen (Arten von) Infografiken, die in ein optisch einheitliches Gesamtkonzept integriert werden. Diese können Sie mit einem Hintergrund aus Fotografien oder thematisch passenden Illustrationen versehen, die bereits auf den ersten Blick eine Einordnung ermöglichen. So lassen sich vielfältige Gesichtspunkte und umfassendes Zahlenmaterial visualisieren und vermitteln. Aufgrund ihrer Größe sollten solche gemischten Formen ausreichend Platz erhalten und auf Websites, im Newsletter, Whitepaper oder in Print-Magazinen verwendet werden. Das folgende Beispiel stammt aus einem Artikel der real.de Kaffeewelt.
infografik_bio-fairtrade-kaffee
Hier wird eine listenbasierte Infografik mit einer Zahlengrafik und einem Liniendiagramm kombiniert, das die Größenverhältnisse zudem bildhaft repräsentiert.

→ Neben den vor allem aus den Printmedien bekannten statischen Varianten gibt es auch dynamische Infografiken, die mit zusätzlichen Verlinkungen oder Animationen und Videos aufwarten – eine Bewegung des Mauszeigers über den Content oder das Herunterscrollen auf Websites löst dabei oft die entsprechenden Aktionen aus.

Zahlreiche Beispiele für dynamische Infografiken finden sich beim Datenschutzprojekt der EU-Kommission, das einen Überblick über die seit Mai 2018 gültigen Vorschriften für Unternehmen gibt.

4. Von der Idee zum Konzept: Vorüberlegungen zur Grafikerstellung

Die Basis für jede gelungene Infografik bilden relevante Sachverhalte: Wenn Sie nichts zu sagen haben, helfen weder Kreativität noch ein ansprechendes Design. Prüfen Sie Ihre Idee darauf, ob sie die nötige Aussagekraft besitzt und für Ihre Zielgruppe von Interesse ist.

Wollen Sie andere Menschen mithilfe von Schaubildern und Co. erreichen, ist zudem die Recherche wichtiger Fakten und Hintergründe von enormer Bedeutung. Konzentrieren Sie sich schon früh auf eine Kernaussage, die Ihre Infografik verdeutlichen soll. Darüber hinaus sollten Sie die folgenden Aspekte klären:

Sie haben alle Antworten auf diese Fragen parat? Perfekt, jetzt können Sie mit der Umsetzung Ihrer Idee beginnen.

Vor allem bei umfangreichen Infografiken oder wenn Sie noch nicht ganz sicher sind, wie genau Ihr Schaubild am Ende aussehen soll, lohnt es sich, vorab eine Skizze anzufertigen. Dafür benötigen Sie weder ein Grafiktool noch großartige Zeichenskills – Papier und Stift reichen, um sich eine erste Vorstellung zu machen.

Überprüfen Sie, ob Ihr Entwurf logisch nachvollziehbar ist: Jede Infografik sollte eine schlüssige Struktur aufweisen. Wenn der Betrachter den Aufbau nicht intuitiv versteht, gilt es, die Darstellungsweise anzupassen. Außerdem sollte die Kernaussage klar erkennbar sein. Sofern Ihre Infografik den Inhalt darüber hinaus auf unterhaltsame Weise vermittelt, können Sie sich nun an die Arbeit machen – im sechsten und siebten Kapitel stellen wir Ihnen das Designprogramm Canva und weitere Tools vor.

→ Je mehr Text eine Infografik enthält, desto essenzieller ist eine sinnvolle Struktur für ihre Übersichtlichkeit. Unterschiedliche Bereiche können durch den Einsatz verschiedener Farben sowie mithilfe von Pfeilen, Linien und Infokästen voneinander abgetrennt werden. Gerade bei einer Vielzahl von Text-Bild-Elementen ist es wichtig, den roten Faden zu verdeutlichen und den Betrachter so an den einzelnen Stationen der Infografik entlangzuführen.

5. Kleine Stilkunde: Was gelungene Infografiken auszeichnet

Bevor Sie ein geeignetes Programm zur Erstellung Ihres Schaubilds wählen, sollten Sie sich mit einigen grundlegenden Fragen der Gestaltung und Verbreitung von Infografiken auseinandersetzen. Worauf Sie bei Schrift, Farbwahl und dem Seeding (= Verbreitung des Contents via Social Media und Co.) achten sollten, erfahren Sie im Folgenden.

Die Schrift

  • Schriftart: Ob Sie eine Schriftart mit oder ohne Serifen verwenden, ist inzwischen eher eine Frage des persönlichen Stils. Als Serifen werden die feinen Linien bezeichnet, die quer zum Ende des Buchstabenstrichs verlaufen. Bei einer niedrigen Auflösung des Displays wurden diese oft verschwommen dargestellt, weshalb serifenlose Schriften wie auf unserem Blog zumindest früher die bessere Wahl für Webformate darstellten.
Infografiken Schriftart
Druckschriften mit Serifen können in der Regel schneller erfasst werden und erfreuen sich im Buchdruck großer Beliebtheit. Da hochauflösende Monitore mittlerweile als Standard gelten, können sie aber auch problemlos für Online-Publikationen genutzt werden.

→ Achten Sie darauf, nicht zu viele beziehungsweise unpassende Schriftarten zu mischen. In Form von Textboxen werden in Designprogrammen aufeinander abgestimmte Schriftarten angeboten. Diese eignen sich zudem als Orientierungshilfe für eigene Ideen, wenn Sie sich gegen die Verwendung der vorgefertigten Textelemente entscheiden.

  • Schriftgröße: Die Größe der Buchstaben lässt sich in der Regel durch den Webseitenzoom via Strg-Taste und Pluszeichen anpassen; als Standardwert gelten laut dem Upload-Magazin jedoch 16 Pixel. Besonders wichtig ist, dass die Bedeutung des Textabschnitts adäquat abgebildet wird – die Überschrift sollte also am größten sein, Zwischenüberschriften, Fließtext und gegebenenfalls Fußnoten jeweils etwas kleiner ausfallen. Auf diese Weise ist die Struktur Ihrer Infografik bereits auf den ersten Blick zu erkennen; ein Aspekt, der vor allem bei den textlastigen Varianten nicht zu unterschätzen ist.
  • Zeilenabstand: Ihr Text sollte sowohl auf einem Desktop-PC als auch bei der Verwendung von mobilen Endgeräten angenehm zu lesen sein – dem leeren Bereich zwischen Ihren Zeilen kommt dabei eine wichtige Bedeutung zu, um das Auge des Lesers zu leiten.

Die Farben

  • Farbwahl: Die Verwendung zahlreicher Farben kann einen unprofessionellen Eindruck erzeugen. Nutzen Sie daher – je nach Größe Ihrer Infografik – nur zwei bis drei Farben. Mehr Vielfalt, die dennoch aufeinander abgestimmt ist, erreichen Sie durch verschiedene Grade der Transparenz, die sich in einigen Designprogrammen für alle Elemente einstellen lassen.
  • Hohe Kontraste: Dieser Aspekt findet häufig im Rahmen von digitaler Barrierefreiheit Beachtung, ist jedoch für alle Menschen ein wichtiger Faktor für gute Lesbarkeit. Mit einer dunklen Schrift auf hellem Hintergrund erreichen Sie einen angenehmen Kontrast; von einer Schwarz-Weiß-Kombination ist allerdings abzuraten. Im folgenden Beispiel aus der Marktplatzanmeldung von real.de werden die beschriebenen Aspekte berücksichtigt:
listenbasiert real.de
Bei listenbasierten und damit textintensiven Infografiken ist ein hoher Kontrast essenziell für eine gute Lesbarkeit.

→ Alle gängigen Designprogrammen stellen Ihnen verschiedene Infografiken wie Kreis-, Fluss- und Flächendiagramme, Entscheidungsbäume oder Tabellen zur Verfügung. Kombinationen aus mehreren Darstellungsformen werden ebenfalls angeboten. Diese sind eine hervorragende Wahl, um ein Thema aus verschiedenen Gesichtspunkten zu visualisieren.

Last, but not least: Das Seeding

Ob Bild- oder Videodatei: Vergessen Sie nicht das Seeding! Verbreiten Sie Ihre Infografik mithilfe von:

  • Social Media (Seiten und Gruppen)
  • Blogs und journalistischen Medien (z. B. durch Gastbeiträge)
  • Influencern und (thematisch passenden) Internetforen

→ Achten Sie außerdem darauf, Ihre fertige Grafik beim Einbau immer mit einem aussagekräftigen ALT-Text zu versehen, der die wichtigsten Keywords beinhaltet – für die Bilder-SEO ist dies ein wichtiger Aspekt. Denn während menschliche Nutzer stark von Infografiken profitieren, kann die Suchmaschine Text als Bestandteil von Bildern nicht auswerten. Die richtigen ALT-Attribute helfen bei der OnPage-Optimierung und tragen zur Barrierefreiheit Ihres Contents bei.

6. Mit Canva in fünf Schritten zum perfekten Schaubild

Das Designprogramm Canva richtet sich vor allem an Nutzer ohne Grafikkenntnisse und bietet dementsprechend zahlreiche Vorlagen an, die sich nach den eigenen Bedürfnissen anpassen lassen. Infografiken können auf diese Weise ebenfalls schnell und ansprechend umgesetzt werden, sofern nicht zu großes Datenmaterial vorhanden ist, da die Eingabe hier manuell erfolgt. Weitere Tools, bei denen auch Datensätze hochgeladen werden können, finden Sie im nächsten Kapitel.

→ Beachten Sie immer die Lizenzbedingungen des jeweiligen Programms: Um beispielsweise Elemente aus der Bibliohek von Canva (sogenannte Archivmedien) für Grafiken zu nutzen, die kommerziell verwendet werden, müssen Sie für diese vorab die passende Lizenz erwerben. Lesen Sie sich daher die Nutzungsbedingungen des Tools Ihrer Wahl aufmerksam durch.

1. Die Anmeldung bei Canva

Die Registrierung erfolgt mit Ihrer E-Mail-Adresse, via Facebook-Account oder mittels Google-Konto. Sie können zwischen der kostenlosen Anwendung und Canva Pro wählen; darüber hinaus wird Canva für Unternehmen angeboten (für Teams mit mehr als 20 Personen).

CanvaCanva Pro
Der Gratiszugang der Anwendung reicht, um sich einen ersten Eindruck von dem Tool zu verschaffen und erste Projekte zu verwirklichen, da Sie damit bereits auf 8.000 Vorlagen zurückgreifen und eigene Bilder hochladen können.Das kostenpflichtige Canva Pro bietet nicht nur eine größere Auswahl an Vorlagen, Fotos und Illustrationen, sondern zudem die Möglichkeit der Personalisierung.

So können Sie beispielsweise eine Farbpalette für Ihre Marke erstellen und eigene Schriftarten hochladen, um für einen einheitlichen Auftritt zu sorgen. Weitere Funktionen und die Option, im Team zu arbeiten, machen Canva Pro zur besseren Wahl für Unternehmen.

2. Das Design erstellen: Infografik

Da Sie inzwischen bereits wissen sollten, wo beziehungsweise wie Sie Ihre Infografik veröffentlichen werden, können Sie als eingeloggter Benutzer auf der Startseite von Canva das geeignete Format auswählen. Wollen Sie beispielsweise eine einzelne Grafik via Instagram oder Twitter teilen, sollten Sie sich hier für den entsprechenden Social-Media-Beitrag entscheiden. Auch für Infografiken gibt es bereits fertige Designs, die in der Größe von 800 mal 2.000 Pixel vorliegen.

canva infografiken
Wenn Sie den Cursor über die verschiedenen Vorlagen bewegen, wird Ihnen die jeweilige Größe angezeigt. Alternativ können Sie durch das Klicken auf „Benutzerdefinierte Abmessungen“ ein Projekt in Ihren Wunschmaßen beginnen.

→ Über die Schaltfläche „Design erstellen“ öffnen sich weitere Formate, die unter anderem nach Verwendungsart und Dokumenttyp sortiert sind. Projekte für private Anlässe, zum Beispiel Glückwunschkarten, finden Sie hier ebenso wie Präsentationen, Berichte und Werbeanzeigen.

3. Wählen Sie eine passende Vorlage aus: „LET’S PLAY ON!“

Nachdem Sie sich für das gewünschte Design entschieden haben, öffnet sich eine leere Seite im Bearbeitungsmodus. Links davon wird Ihnen eine Übersicht unterschiedlicher Vorlagen angezeigt, die nach Kategorien sortiert sind. Achten Sie bei der Auswahl besonders auf einen passenden Aufbau der Infografik – Text, Farben und Bilder lassen sich einfacher nach Ihren Bedürfnissen anpassen als die grundlegende Struktur.

canva Vorlage waehlen
Um mehrere Aspekte eines Themas zu beleuchten, eignet sich beispielsweise die Vorlage „LET’S PLAY ON!“. Durch das Anklicken wird die Infografik in den Arbeitsbereich gezogen und kann nun den eigenen Wünschen entsprechend angepasst werden.

→ Sie können auch ohne Vorlage arbeiten – allerdings wirkt ein leeres Blatt bei den ersten Gehversuchen mit solchen Tools oftmals hemmend; zudem erleichtern es die Vorlagen, ein stimmiges Gesamtbild zu kreieren.

4. Individualisieren Sie die gewählte Vorlage: „Infografiken – ein Überblick“

Links neben dem Arbeitsbereich finden sich unter den Vorlagen diverse Anpassungsmöglichkeiten, mit denen Sie das ausgewählte Design zu Ihrer Grafik machen können:

  • Fotos: nach verschiedenen Themen sortiert und in unterschiedlichen Größen verfügbar
  • Elemente: enthält Raster, Rahmen, Diagramme und vieles mehr
  • Text: einzelne Textbereiche oder vorgefertigte Textboxen mit verschiedenen, zueinander passenden Schriftarten
  • Hintergründe: mit Farben, Verläufen, Mustern und Naturbildern
  • Uploads: für das Hinzufügen eigener Fotos und Logos zu Ihrem Projekt

→ Informieren Sie sich über die Lizenzbedingungen von Canva: Um beispielsweise Elemente aus der Bibliothek für Infografiken zu nutzen, die kommerziell verwendet werden, müssen Sie für diese vorab die passende Lizenz erwerben.

Sorgen Sie dafür, dass das neue Design zu Ihrem Thema passt, und präsentieren Sie die recherchierten Fakten leicht konsumierbar. Im besten Fall verfügt die Text-Bild-Kombination nicht nur über Unterhaltungswert, sondern erzählt sogar eine kleine Geschichte. Nicht jeder Inhalt ist hierfür prädestiniert, Sie schreiben allerdings auch kein Drehbuch für Hollywood: So können Sie den Betrachter bei einem überblickhaften Schaubild an die Hand nehmen und durch eine geschlossene Welt oder einen festgelegten Ablauf führen. Auf diese Weise wird er Teil der Handlung. Spielerische Details bieten dem Nutzer dabei einen Mehrwert, wodurch er sich gerne mit Ihrem Content befasst.

Aus der Vorlage „LET’S PLAY ON!“ entstand in wenigen Schritten eine kleine Übersicht zur Wahrnehmung und Wirkung von Infografiken, die außerdem gängige Programme für ihre Erstellung auflistet:

Bei allen Elementen haben Sie die Möglichkeit, die jeweilige Transparenz zu verändern – das kann die Lesbarkeit verbessern und für ein harmonisches Gesamtbild sorgen.

5. Grafik herunterladen und/oder veröffentlichen

Wenn Sie mir dem Ergebnis Ihrer Arbeit zufrieden sind, stehen Ihnen mehrere Optionen zur Verfügung:

  • Sie können Sie Ihre Infografik direkt veröffentlichen, zum Beispiel auf einer Facebook-Seite, via Twitter oder LinkedIn, indem Sie Ihren Account mit Canva verbinden.
  • Um Ihr Schaubild herunterzuladen, klicken Sie auf die Schaltfläche mit dem Pfeil. Wählen Sie den passenden Dateityp und bauen Sie Ihre Grafik auf Ihrer Internetpräsenz ein. Im besten Fall stellen Sie dort den HTML-Code zum Einbetten der Grafik bereit, der mittels Backlink zu Ihrer Website verweist.
canva Infografiken teilen
Neben dem Titel Ihres Designs finden Sie die Schaltflächen für das Teilen, Herunterladen und Veröffentlichen Ihrer Infografik.

→ Wollen Sie etwas Neues ausprobieren? Lassen Sie Ihre Infografik von Canva animieren! Wählen Sie beim Herunterladen den Dateityp Animation aus und entscheiden Sie sich für einen der vorgeschlagenen Stile. Wir empfehlen, sämtliche Schaubilder als MP4-Film zu speichern, denn so hat der Nutzer die Möglichkeit, sich am Ende alle Daten in Ruhe anzusehen – beim alternativen GIF-Format beginnt die Animation dagegen immer wieder aufs Neue.

7. Fünf weitere Tools zur Erstellung von Infografiken

Für die Erstellung von Infografiken und anderem visuellen Content existieren neben Canva noch zahlreiche weitere Anwendungsprogramme, die Sie nach der Registrierung gratis nutzen können. Für alle Tools gibt es die Möglichkeit eines kostenpflichtigen Upgrades; oftmals richten sich diese nach der jeweiligen Teamgröße und der damit verbundenen Nutzeranzahl. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Vor- und Nachteile gängiger Programme. Wie bei Canva gilt: Lesen Sie sich die Nutzungsbedingungen des Tools Ihrer Wahl aufmerksam durch, damit Sie wissen, für welche Zwecke Sie Ihre Infografik benutzen dürfen.

Für Easelly benötigen Sie keine Anleitungen oder Tutorials, da es einfach gehalten und selbsterklärend ist. Alle gewünschten Elemente werden von der Übersicht in der Menüleiste direkt in den Arbeitsbereich gezogen und lassen sich nach Belieben skalieren und positionieren. Die Auswahl vor allem an grafischen Darstellungen ist pro Kategorie jedoch relativ überschaubar und die Bearbeitungsmöglichkeiten von Diagrammen sind über den Gratiszugang sehr begrenzt. Bei Easelly können keine Datensätze hochgeladen werden.

Infogram bietet eine übersichtliche Struktur und gute Bedienbarkeit. Eine Besonderheit stellen die zahlreichen Möglichkeiten dar, vorgefertigte Diagramme zu verändern und zu animieren. Die Datengrundlage hierfür kann in den Formaten CSV, XLS oder XLSX hochgeladen und importiert werden. Der größte Nachteil an Infogram ist die Beschränkung der Verwendungsmöglichkeiten: Sie können die fertige Grafik zwar auf der Website des Anbieters veröffentlichen und via Social Media teilen oder auf anderen Seiten einbetten, aber das Herunterladen Ihrer Schaubilder ist nicht möglich.

Mithilfe von Datawrapper lassen sich große Volumina von Daten schnell und strukturiert zu einer Infografik aufbereiten. Schritt für Schritt wird der Nutzer dabei durch die vier Stufen des Prozesses geführt. Daten können auf unterschiedliche Art hochgeladen werden, neben XLS- und CSV-Dateien können auch Google-Sheets importiert, Daten kopiert oder externe Daten verlinkt werden. Am Ende entsteht ein eher schlichtes Diagramm mit hoher Aussagekraft, das sie bei der kostenlosen Variante nur einbetten können. Datawrapper ist das einzige der vorgestellten Programme, mit dem sie ohne vorherige Registrierung arbeiten können – Ihre E-Mail-Adresse müssen Sie jedoch angeben, wenn Sie den Code für das Einbetten erhalten wollen.

Bei diesem Programm können Sie wählen, ob Sie Ihre Daten im CSV- beziehungsweise XLSX-Format hochladen oder lieber manuell eingeben möchten. Damit eignet sich Piktochart gleichermaßen für Diagramme mit wenigen Bezugsquellen wie für große Projekte. Die Farben, Schriftarten und Positionen, beispielsweise von der Legende, lassen sich beliebig verändern. Eigene Fonts können Sie zwar nicht hochladen, Bildmaterial allerdings in einer Gesamtgröße von bis zu 40 Megabyte. Der große Vorteil von Piktochart gegenüber anderen Tools (jeweils im kostenlosen Modus) liegt in der großen Vielfalt von Individualisierungsmöglichkeiten. Gerade die zahlreichen „Text Frames“, prägnante Wort-Bild-Kombinationen, kommen auf Infografiken hervorragend zur Geltung und machen sie einzigartig.

Während andere Tools in der kostenlosen Anwendung einen ähnlichen Funktionsumfang haben und primär bei den Auswahlmöglichkeiten begrenzt sind, zeigt sich der Unterschied zwischen dem Gratiszugang von Visme und der Premiumversion schon im Dashboard recht deutlich. Auch hinsichtlich der Individualisierung müssen Nutzer Abstriche machen, während der Arbeitsbereich etwas unübersichtlich wirkt. Dafür gibt es einige Möglichkeiten, die mithilfe von Excel- oder Google-Sheets erstellten Grafiken durch Animationen oder zusätzliche audiovisuelle Elemente interessanter zu gestalten. Außerdem punktet das Programm durch zahlreiche (englische) Anleitungen und Tutorials, die seine abwechslungsreichen Einsatzmöglichkeiten offenbaren. Der Download der fertigen Grafik ist in der kostenlosen Anwendung ebenfalls möglich.

Unabhängig davon, für welches Tool Sie sich entscheiden und welchen Stil Sie bevorzugen: Denken Sie bei der Erstellung von Infografiken immer daran, wer davon profitieren soll – Ihre Zielgruppe. Denn diese entscheidet letztlich über den Erfolg oder Misserfolg jedweden Contents.

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