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Mit diesen Tipps gelingen Ihnen gute Produktfotos

Produktbilder steigern den Gewinn und können einfach selbst gemacht werden

Produktbilder sind das erste, worauf potenzielle Käufer in einem Onlineshop achten. Daher können besonders hochwertige Bilder nicht nur zu einer hohen Conversion-Rate sondern ebenso zu einer niedrigen Retourenquote führen. Wie genau das funktioniert, erfahren Sie mit unseren folgenden Tipps für die perfekten Produktbilder für Ihren Onlineshop.

Warum Produktbilder so wichtig sind und welche Vorteile sie bieten

Für optimale Produktfotos in einem Onlineshop sollte die Ware immer gut erkennbar sein, so als würde der Kunde seine anvisierten Produkte im Laden selbst in den Händen halten. Das bedeutet, eine hohe Auflösung, keine ablenkenden Hintergründe, eine gute Ausleuchtung, viele (Detail-) Aufnahmen und Konsistenz in Farben sowie Perspektive sind bei den Bildern Pflicht.

Des Weiteren ist Professionalität bei den Bildern besonders wichtig. Schlechte Fotos können bei Kunden zu Unsicherheit in Bezug auf die Qualität der Produkte und die Seriosität Ihres Shops führen.

Verwenden Sie ausgezeichnete Produktbilder, bieten sich Ihnen folgende Vorteile:

  1. Niedrige Retourenquote – Kunden sind besonders zufrieden, wenn sie genau das auspacken, was sie auf den Produktfotos ihres Onlineshops gesehen haben. Somit ist die Wahrscheinlichkeit einer Retoure bei guten Abbildungen minimiert.
  2. Mehr Gewinn – Weniger Rücksendungen bedeuten unter anderem geringere Bearbeitungskosten. Zudem kaufen mehr Nutzer bei Ihnen, wenn sich Ihre Produktfotos in der Qualität von denen der Konkurrenz absetzen.
Produktfotos sind nicht nur eine Informationsquelle für Kunden, sondern sie sind auch für das organische Google-Ranking relevant. Kunden können über die Bildersuche auf Ihren Shop aufmerksam werden – Eine Indexierung des Fotos, Keywords im Dateinamen und ein ausgefüllter Alt-Tag sind hierfür unter anderem empfehlenswert.

So erstellen Sie optimale Produktfotos selbst

Für perfekte Produktfotos müssen Sie keinen teuren Fotografen beauftragen. Mit den folgenden sechs Praxistipps können Sie ideale Produktbilder einfach selbst schießen.

#1: Ihr bester Freund die Kamera

Für gute Produktfotos sollten Sie generell nicht Ihre Handykamera, sondern eine Kompakt- oder im besten Fall eine Spiegelreflex-Kamera nutzen. Auch wenn Smartphone-Kameras inzwischen eine gute Qualität aufweisen, können Sie bei regulären Kameras mehr Einstellungen vornehmen, die Ihre Produktfotos verbessern.

Bevor Sie anfangen die Fotos zu schießen, sollten Sie Ihre Kamera auf den manuellen Modus stellen, so können Sie selbst alle relevanten Einstellungen bestimmen. Diese Kamerasettings wirken sich beim Fotografieren auf den Kamerasensor und dessen Beziehung zu Helligkeit, Blende, ISO und Verschlusszeit aus: Während der ISO-Wert die Empfindlichkeit auf Licht bestimmt, beeinflusst die Blende, wie viel Helligkeit das Objektiv einfängt. Wie lange der Sensor Licht ausgesetzt ist, ist von der Verschlusszeit abhängig.

Nehmen Sie folgende Einstellungen an Ihrer Kamera vor, um optimale Produktbilder zu erzielen:

  • Kein Blitz: Verwenden Sie bei Produktbildern kein Blitzlicht, dieses könnte harte Schatten sowie eine Überbelichtung entstehen lassen.
  • Blendwert (AV): Dieser Wert wird mit f beschrieben und sorgt für die nötige Tiefenschärfe, also den Bereich des Fotos, der scharf ist. Kleine f-Werte verleihen Fotos nur wenig Tiefenschärfe, weshalb Sie Ihre Kamera auf eine Einheit von mindestens f10 stellen sollten, um möglichst viele Produktdetails hervorzuheben.
  • ISO: Der Wert hat Einfluss auf die Belichtung des Fotos und gibt an, wie empfindlich der Kamerasensor gegenüber dem einfallenden Licht ist. Je höher Sie den ISO Wert einstellen, desto empfindlicher reagiert der Sensor auf einfallendes Licht. Aber Achtung, je höher die ISO Einheit ist, desto mehr Bildrauschen ist zu sehen. Leuchten Sie die Produkte gut aus, können Sie einen Wert von 100 bis 200 auswählen. Niedrige ISO Einheiten haben den Vorteil, dass sie eine umfangreiche Palette von Farbsättigung, klarer Schärfe und Kontrast bieten.
  • Verschlusszeit: Hier wird die Zeit festgelegt, die der Kamerasensor während der Aufnahme dem Licht ausgesetzt ist. Da es sich bei Produkten in der Regel um starre Objekte handelt, können Sie eine niedrige Einstellung auswählen, damit viel Licht in die Kamera gelangt, beispielsweise 1/13.
  • Farbprofil und Bildausgabe: Damit die Farben der Produktbilder bei jedem Browser und Endgerät gleich dargestellt werden, empfiehlt es sich, sie im sRGB-Farbschema hochzuladen. Das Internet ist auf dieses Farbspektrum optimiert, sodass es kaum zu Abweichungen in der Farbdarstellung kommt. Verwenden Sie sRGB-Farben, vermeiden Sie, dass Kunden eine falsche Vorstellung der Farbgebung bekommen und können gegebenenfalls Retouren minimieren. Den Farbraum sRGB können Sie bereits an Ihrer Kamera einstellen, sodass Sie sich Zeit sparen die Fotos bei der Nachbearbeitung zu konvertieren. Speichern Sie Ihre Produktefotos zudem im RAW-Format auf der Kamera ab, anstelle von JPG. Die Rohdateien weisen eine höhere Qualität auf und lassen sich im Anschluss am PC besser bearbeiten und korrigieren.
Farbvergleich
Achten Sie darauf, dass die Farben des Produkts auf allen Fotos identisch sind.

#2: Spot an – Die passende Belichtungsquelle

Wenn Sie Ihre Kamera richtig eingestellt haben, können Sie nun das Set aufbauen und sinnvoll ausleuchten. Achten Sie darauf, dass Sie unterschiedliche Lichtquellen nicht mischen. Das heißt, verwenden Sie keine natürliche Außenbeleuchtung und eine zusätzliche Lampe. Durch die verschiedenen Farbtöne des Lichts verändert sich die gesamte Belichtung und wirkt dadurch unnatürlich. Wählen Sie deshalb entweder nur eine Quelle aus, beispielsweise ein Fenster mit Tageslicht, oder achten Sie darauf, dass alle Lampen im selben Farbton erstrahlen.

Arbeiten Sie mit nur einer Belichtungsquelle, ist es wichtig, dass das Objekt dennoch gut ausgeleuchtet wird. Dies gelingt, indem Sie die Reflektion des Lichts einsetzen: Nehmen Sie weißes Papier, Karton oder spezielle Reflektoren und platzieren Sie sie auf die gegenüberliegende Seite der Lichtquelle, sodass die Reflektion auf Ihr Produkt fällt. Es wird nun von allen Seiten gut ausgeleuchtet. Gegebenenfalls ist es jetzt sinnvoll, die Kameraeinstellungen auf die Belichtungsquelle erneut abzustimmen.

#3: Nicht ins Wackeln kommen – arbeiten mit Stativ

Befestigen Sie Ihre Kamera auf einem Stativ, können Sie zum einen sicher gehen, dass Ihre Bilder nicht verwackeln und zum anderen, dass immer dieselbe Kameraposition verwendet wird. Stellen Sie das Stativ am besten so auf, dass sich die Kamera auf Höhe des Objekts befindet. Diese Perspektive eignet sich hervorragend für optimale Produktfotos.

Diese Vorteile bieten Stative:

  • Kein Verwackeln
  • Identischer Winkel
  • Lange Belichtungszeit, dadurch hohe Tiefenschärfe möglich und kein Blitz notwendig

Tipp: Verwenden Sie den Selbstauslöser. Dadurch kommt es garantiert nicht zum Ruckeln an der Kamera, wenn das Bild geschossen wird.

#4: Nicht irritieren lassen – der richtige Hintergrund

Der Hintergrund Ihres Produktfotos sollte schlicht ausfallen: Wählen Sie eine weiße oder graue Unterlage, auf der das Produkt platziert wird. Schießen Sie keine Fotos auf dem Teppich, einem Tisch ohne Unterlage oder im Freien. Ein unruhiger Hintergrund lenkt den Käufer vom eigentlichen Produkt ab und wirkt zudem schnell unprofessionell. Verzichten Sie auch auf unnötige Accessoires und Dekoartikel.

Alternativ können Sie das Foto in der Nachbearbeitung freistellenheißt, den Hintergrund entfernen.
Produktfotos: Verschiedene Perspektiven

Verschiedene Betrachtungswinkel und Nahaufnahmen, lassen den Kunden das Produkt kennenlernen

#5: All About The Look – visuelle Produktvorstellung

Anders als im stationären Handel haben Kunden im Onlineshop nicht die Möglichkeit, Produkte in die Hand zu nehmen und sie haptisch zu erfassen. Umso wichtiger ist es, dass sie sich einen eindeutigen Eindruck mithilfe von Fotos machen können. Hierbei gilt es, nicht nur verschiedene Blickwinkel anzubieten, sondern auch Nah- und Gesamtaufnahmen: Close-ups von Material, Funktionen oder Mustern sowie Verwendungsfotos, die ohne Text kommunizieren können, helfen den Kunden sich für ein Produkt zu entscheiden.

Vor allem bei kleinen Produkten kann es sinnvoll sein, ein Lineal neben der Ware zu platzieren. Dadurch können Nutzer die Größenverhältnisse besser einschätzen und Sie minimieren Fehlkäufe und damit verbundene Retouren.

Tipp: Verwenden Sie den Zoom, wenn Sie Detailaufnahmen machen. Bedenken Sie dabei, wie viel Zoom möglich ist, ohne dass das Foto an Schärfe verliert. Besitzen Sie eine Spiegelreflex-Kamera mit guter Linse, sind 70 bis 80 Millimeter empfehlenswert. Es ist ebenfalls möglich, nachträglich bei der Bildbearbeitung einen Bildausschnitt als Alternative zum Zoom zu erstellen, sodass in diesem Ausschnitt die volle Bildqualität erhalten bleibt.

#6: Was nicht passt, wird passend gemacht – Bildbearbeitung

Haben Sie die gewünschten Fotos geschossen, geht es nun darum, sie weiter zu optimieren. In diesem Schritt können Sie, wie zuvor erwähnt, den Hintergrund entfernen. Um einheitliche Produktfotos herzustellen, ist es nicht nur wichtig, die Objekte immer aus demselben Blickwinkel abzulichten, sondern die Fotos einheitlich zu beschneiden.

Produktbilder zuschneiden
Sind Produktbilder unterschiedlich zugeschnitten, kann dies den Kunden irritieren.

Es kann den Kunden irritieren und zudem unprofessionell wirken, wenn Sie mehrere Bilder in den Onlineshop laden, die unterschiedliche Größen und Ausrichtungen aufweisen.

Das Einhalten einer Größe bringt die gewünschte Konsistenz in Ihre Produktbilder.

Wählen Sie den richtigen Rahmen für Ihr Foto aus. Ihr Produkt sollte bis fast an die Kanten des Bilderrahmens reichen, sodass auch bei den kleinen Fotos auf den Produktübersichtsseiten die Details gut erkennbar sind.

Achten Sie auf die Bild-Richtlinien Ihres Online-Händlers. Unser Tipp: Erstellen Sie sich im Bildbearbeitungsprogramm eine Vorlage mit allen wichtigen Angaben, sodass Sie immer wieder darauf zurückgreifen können und somit die Einheitlichkeit bewahren. Hier finden Sie die Richtlinien, um auf real.de Produktfotos hochzuladen

Fazit: Qualitativ hochwertige Produktfotos können Sie mit der richtigen Beleuchtung und den Kamerasettings selbst erstellen. Geben Sie sich mit Ihren Produktfotos viel Mühe, wird sich das positiv auf Ihre Conversion Rate sowie die Retourenquote auswirken. Es lohnt sich also, sich die Zeit zunehmen und eine optimale Produktfotografie zu erlernen.

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