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Mobile only – Desktop war gestern?

„Mobile first“ heißt die Devise, wenn es um einen erfolgreichen Onlineauftritt geht. Allerdings reicht eine einfache Optimierung der Webpräsenz für mobile Geräte allein nicht mehr aus, um den Ansprüchen mobiler Einkäufer gerecht zu werden. Wer seinen Kunden langfristig noch ein positives Einkaufserlebnis ermöglichen möchte, sollte angesichts der Entwicklungen beim Einkaufverhalten deshalb nicht mehr nur „mobile first“ denken, sondern vielleicht sogar „mobile only“.

Natürlich sehen die meisten SEO-Experten die Idee kritisch, die komplette Desktop-Version einer Website über Bord zu werfen und stattdessen alle Inhalte nur noch auf mobile Bildschirme hin zu entwickeln. Schließlich spielt bei der Webnutzung sowohl der Desktop PC als auch das Notebook nach wie vor eine erhebliche Rolle. Es stellt sich nur die Frage: Wie lange noch?

Fakt ist nämlich, dass das Smartphone im Online-Zeitalter einen immer höheren Stellenwert einnimmt. Im Internet surfen, soziale Kontakte pflegen und online shoppen via Smartphone oder Tablet – für viele Nutzer ist das schon längst selbstverständlich. Demnach überrascht es auch nicht, dass sowohl in Deutschland als auch weltweit beinahe die Hälfte aller Seitenaufrufe von einem Mobile Device ausgehen, Tendenz steigend.

Direkter Vergleich von Desktop vs. Mobile im Zeitraum zwischen Januar 2016 bis Januar 2018 von Statcounter.

Gerade weil Kunden ihre virtuellen Warenkörbe immer häufiger über das Smartphone füllen, sollten Händler verstärkt die mobile Optimierung ihrer Webpräsenz fokussieren.

Wer heute eine Webseite oder einen Onlineshop für Services oder Produkte (re-)launcht, sollte dies definitiv unter der Vorgabe „mobile only“ denken. Die Generationen Z (bis 25) und Y (bis 34), die “Digital Natives”, sind so gut wie nur noch mobil (Smartphones & Tablets) unterwegs und auch der Shift der älteren Generationen ist unaufhaltsam.”

(Marcus Greven, Channel Sales Manager Deutschland für iAdvize)

Googles „mobile first“-Index

Bereits 2015 begann Google damit, die Mobilfreundlichkeit von Webseiten als Rankingkriterium für mobile Suchergebnisse zu verwenden. Eine einfache Anpassung an verschiedene Bildschirmformate reicht auf Dauer allerdings nicht mehr aus, um von der Suchmaschine mit hohen Rankings belohnt zu werden.

Für die Zukunft plant Google nämlich eine weitaus drastischere Maßnahme in Richtung mobile first: Der Mobile-Index soll zum Hauptindex avancieren. Damit werden die Google Rankings auf Basis der mobilen Version einer Webseite berechnet und nicht mehr auf Basis der stationären Version. Mit diesem Vorgehen reagiert Google auf die schnell wachsende Anzahl der Suchanfragen über Mobile Devices.

Die Suchmaschinen-Marketing-Expertin Jennifer Slegg von thesempost.com betont hierbei die immensen Auswirkungen auf das Ranking einer Website im Google-Index:

Many site owners make their mobile page a much lighter version of the page. But with Google doing a mobile first index, this means that site owners will need to think carefully about what they place on those pages. If the content your desktop version of the page has does not appear on the mobile page, a site owner could lose traffic to those pages for those keywords.”

Schon jetzt rollt Google die mobile first-Indexierung aus – allerdings nur langsam. Wann genau eine komplette Umstellung erfolgen soll, ist hingegen noch nicht bekannt. Fest steht nur: Mobile first wird früher oder später kommen.

Die mobile User Experience im E-Commerce

Mit mobile first soll die Bedienung auf möglichst jedem Smartphone und Tablet intuitiv sowie einfach gestaltet werden. Das alles steht und fällt mit der User Experience. Also: Wie gut findet sich der Kunde im Shop zurecht? Und wie einfach gestaltet sich der Bezahlvorgang? Daneben gibt es weitere wichtige Faktoren zu beachten, die sich in der User Experience widerspiegeln. Die Navigation und die Aufbereitung des Bildmaterials zum Beispiel:

 

  • Setzen Sie auf einfach gestaltete Seiten, auf denen das Wesentliche sofort ersichtlich wird.
  • Halten Sie die Navigation kompakt und einheitlich.
  • Nutzen Sie die technischen Möglichkeiten wie beispielsweise Standortermittlung oder die automatische Eingabefunktion für das Ausfüllen von Bestellformularen.
  • Ersparen Sie Ihren Kunden, in Produktbilder hineinzoomen zu müssen. Bereiten Sie Detailfotos stattdessen lieber entsprechend so auf, dass wesentliche Produktmerkmale auch auf kleinen Bildschirmen sofort erkennbar sind.
  • Versuchen Sie, dem Kunden so viel Arbeit wie möglich abzunehmen, um ein positives Einkaufserlebnis auf dem Smartphone zu schaffen.

Nicht so offensichtlich, dafür aber besonders wichtig: Zur benutzerfreundlichen Bedienung zählt auch die Performance einer Website. Sie sollte vor allem schnelle Ladezeiten gewährleisten. Wird der Kunde nämlich durch einen langsamen Seitenaufbau zu lange hingehalten – was durch einen schlechten Empfang begünstigt wird – springt er ab.

Tipp: Bringen Sie Ihr mobile first-Konzept sinnvoll in bereits bestehende Kanäle ein, um Ihren Kunden ein möglichst umfassendes Omni-Channel-Angebot zu präsentieren.

Apps als verkaufsorientierte Lösung

Apps stellen eine ideale Alternative zum herkömmlichen Onlineauftritt dar, da sie sich auf das wesentliche Informationsangebot konzentrieren und dem Kunden somit ein übersichtliches Einkaufserlebnis ermöglichen. Navigation, Produktkatalog und nicht zuletzt der Bezahlvorgang können hierbei perfekt auf Smartphone und Tablet abgestimmt werden.
Zusätzliche Funktionen erweitern dabei das Einkaufserlebnis. Beispielsweise können mit der Kamera Barcodes abfotografiert werden, um ein bestimmtes Produkt schneller im Sortiment zu finden. Der Fingerscanner kann zum Einloggen in den Account und zum Bezahlen verwendet werden und die Standortübermittlung erspart das Eintippen der Adresse. Davon abgesehen sind Apps auf dem Device immer direkt aufrufbar und für den Nutzer daher schneller zu erreichen als eine Webadresse.

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