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Shopify - das SaaS-Shopsystem in der Detailbetrachtung

Shopsystem-Reihe Teil 3

Nach der Einführung (Teil 1) und dem großen Shopsystem-Vergleich (Teil 2) stellen wir nun das Shopsystem Shopify vor, das aufgrund seiner einfachen Installation und Verwaltung, der zahlreichen fertigen Shop-Themes und des Tarif-Modells als Software-as-a-Service (SaaS) etablierten Shoperstellern wie Shopware oder Magento Konkurrenz macht und rasant an Nutzern gewinnt.

Das Shopify Konzept

 

Ein Shopify-Shop liegt in der Cloud und wird nicht auf den Servern des Shopbetreibers installiert (SaaS-Lösung). Das Hosting sowie sämtliche Wartungs- und Sicherheitsmaßnahmen übernimmt stattdessen Shopify selbst. Dafür bezahlt der Shopbetreiber eine monatliche Pauschale an Shopify.

 

Shopify ist nicht wie viele andere Systeme (zum Beispiel Shopware oder xt:Commerce) quelloffen. Das lässt, zumindest in den Standard-Versionen, nur begrenzt Spielraum für Individualisierungen. Dafür werden über den Shopify App Store eine Vielzahl von Design-Vorlagen und Plugins (teilweise kostenpflichtig) bereitgestellt.

Die wichtigsten Funktionen von Shopify

 

Bereits der Shopify „Basic”-Tarif bietet eine Vielzahl von Features, zum Beispiel das unbegrenzte Einstellen von Produkten (ohne Bandbreiten- und Webspace-Begrenzung), einen einfach zu bedienenden Design-Editor, ein eigenes Blog-System, über 70 verschiedene Zahlungsanbieter, eine Betrugsanalyse (für Shopify Payments), eine umfangreiche Bestellverwaltung sowie Marketing-Funktionen wie Rabatt-Codes und Statistiken, mit denen Sie Verkäufe immer im Blick haben.

 

Sämtliche native Shopify-Features und Design-Themes sind für mobile Endgeräte optimiert. Shopify ist in diversen Sprachen verfügbar (darunter auch Deutsch) und bereits für den internationalen Handel ausgerichtet. Unter anderem ist eine automatische Berechnung der entsprechenden Ländersteuern (zum Beispiel die Mehrwertsteuer) mit an Bord.

Versions-Upgrade für zusätzliche Funktionen und mehr Reporting-Features

 

Neben „Basic Shopify”, mit dem Sie alle oben genannten Kern-Funktionen nutzen können, bietet das Unternehmen drei weitere Tarife an. Händler, die zusätzliche Mitarbeiterkonten und erweiterte Reporting-Features benötigen, sollten sich den „Shopify” Tarif ansehen. Noch professionellere Auswertungen sowie die Möglichkeit, individuelle Versandkosten festzulegen, erhält man mit „Advanced Shopify”.

 

Unternehmen, die mit den eingeschränkten Individualisierungsmöglichkeiten der drei genannten Tarife nicht auskommen, können die Enterprise-Version „Shopify Plus” in Betracht ziehen. Sie eignet sich auch für große Händler, die den Shopanbieter wechseln möchten. Der Prozess wird dann vom Shopify-Support begleitet und die Shopumstellung erfolgt erfahrungsgemäß sehr zügig. Auch Shopify-Partneragenturen werden im deutschsprachigen Raum immer zahlreicher.

Drittanbieter-Lösungen, Themes & Plugins für Shopify

 

Passende Design-Vorlagen können sich Shopify-Nutzer über den Theme Store aussuchen. Dort werden aktuell zehn kostenfreie Themes und knapp 60 kostenpflichtige Premium-Themes angeboten. Alle Themes sind mobiloptimiert – ein immer relevanter werdender Ranking-Faktor für Google und daher auch ein großer Vorteil von Shopify-Shops.

 

In Sachen Plugins und Erweiterungen bietet der Shopify App Store eines der umfangreichsten Angebote am Markt. Ob Dropshipping-Plugin, Marketing-Tools wie E-Mail-Newsletter oder SEO-Optimierer, Erweiterungen zur Inventarverwaltung, Kundenbetreuung per Live-Chat oder Tools zur Steigerung der Produktivität durch Prozessautomatisierung – mit über 2.000 Erweiterungen findet sich nahezu für jeden Bedarf das richtige Plugin.

Marktplatzanbindung & Multi-Channel-Vertrieb über Shopify

 

Wie wir bereits im ersten Teil unserer Ratgeber-Serie erläutert haben, ist der Verkauf von Produkten über verschiedene Online-Kanäle mit großem Absatzpotenzial verbunden.

 

Doch wie sieht es mit der Integration von Marktplätzen in Shopify aus? Eine der komfortabelsten Lösungen bietet die magnalister Schnittstelle, die Ihren Shopify-Shop mit nationalen und internationalen Marktplätzen wie Amazon, eBay, Rakuten – und selbstverständlich auch real.de – verbindet.

 

Online-Händler können damit ihre Produkte direkt aus Shopify zu den Marktplätzen uploaden und Preise synchronisieren, das Shop-Inventar immer auf dem aktuellen Stand halten, Bestellstatus-Änderungen wie „versendet” oder „storniert” an die Shopping-Plattformen übertragen sowie Produktvarianten und -merkmale über das Attributs-Matching mit den Marktplätzen abgleichen. Über Hook-Points lässt sich jede einzelne Marktplatzanbindung außerdem individualisieren.

Erweiterbarkeit und Performance des Shopify-Shopsystems

 

Händler, die ihren Shop ganz nach ihren Bedürfnissen gestalten möchten, stoßen mit den beiden Einsteiger-Versionen „Basic Shopify” und „Shopify” schnell an Grenzen. Selbst die „Advanced Shopify”-Version kann das nicht leisten. Uneingeschränktes Customizing ist erst ab „Shopify Plus” (Enterprise-Version) möglich.

 

In Sachen Performance bietet Shopify zahlreiche Vorteile. Da der Shop auf den Shopify-Servern gehostet wird, die explizit für diese Zwecke optimiert sind, stellt sich für die meisten Händler die Frage nach dem Shop-Speed nicht.

 

Google-Ranking-Vorteile sind aber nicht nur wegen der blitzschnellen Shopify-Server garantiert. Auch die Themes im App Store sind auf geringe Ladezeiten ausgelegt. Darüber hinaus gibt es im App Store zahlreiche Performance-Tools, zum Beispiel Cache- und PageSpeed-Plugins. Für die Web-Optimierung von Bildern stellt Shopify sogar einen eigenen Image-Resizer auf seiner Website zur Verfügung.

Fazit

 

Shopify ist vor allem für diejenigen die richtige Wahl, die innerhalb kürzester Zeit einen performancestarken und skalierbaren Webshop aufsetzen möchten, ohne sich Gedanken über eigene Server-Strukturen, Wartung oder Sicherheit machen zu müssen.

 

Viele Ansprüche lassen sich bei Shopify mit Plugins bedienen, die in der Regel keinerlei Programmierkenntnisse voraussetzen. Für kleinere Händler, die neben ihrem Online-Business ein Ladengeschäft betreiben, bietet Shopify auch eine POS-Integration über Kassensysteme und Scanner.

 

Händler und etablierte Marken, die ihren Webshop ganz nach ihren Vorstellungen umsetzen möchten, greifen besser auf die Enterprise-Version von Shopify zurück. Ein Blick auf die Konkurrenz-Systeme von Shopware oder Magento lohnt sich ebenfalls.

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