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Instagram und Pinterest – Das perfekte Kauferlebnis?

Social Shopping ist einer der vielversprechendsten Zweige des Online-Handels. Mit Instagram und Pinterest bringen sich zwei der populärsten Sozialen Netzwerke in den E-Commerce ein – und könnten die Customer Journey auf ein neues Level heben.

Social Shopping wird für den E-Commerce immer bedeutender. Dass die Inhalte auf Facebook und in anderen Netzwerken Einfluss auf die Kaufentscheidungen der User nehmen, ist lange bekannt. Die Transaktionen selbst finden bislang allerdings mehrheitlich auf externen Onlineshops statt – doch genau das könnte sich künftig ändern: Mit Instagram und Pinterest schicken sich zwei populäre Social Media-Plattformen an, auch den Rest der Customer Journey zu übernehmen.

Einkaufen ohne Ortswechsel

In den USA hatte Instagram die Shopping-Funktion bereits vor einiger Zeit implementiert, in Deutschland wurde das Feature in der zweiten Märzhälfte eingeführt. Damit ist es nun möglich, die gesamte Customer Journey innerhalb des sozialen Netzwerkes abzuwickeln. Nachdem die Nutzer sich im ersten Schritt einen Überblick über das „Warenangebot“ verschaffen und eine Kaufentscheidung treffen, können sie die Transaktion unmittelbar im Anschluss und ohne disruptiven Wechsel auf ein anderes Portal vollziehen. Eine kleine, ins Bild eingeblendete Einkaufstasche symbolisiert dabei die Möglichkeit, ein gezeigtes Produkt erwerben zu können – und das „mit nur einer Fingerbewegung“, wie das Unternehmen auf seiner Homepage schreibt.

Ausführliche Informationen zur Shopping-Funktion in Instagram erhalten Sie übrigens in unserem Blogbeitrag zum Thema.

Gerade eine Plattform wie Instagram (und damit auch die Verkäufer) kann von der integrierten Shopping-Funktionalität enorm profitieren. Im Vergleich zu einem reinen Internetshop fällt die User Experience in einem sozialen Netzwerk wie Instagram affektiver aus. Die Emotionen und Wünsche der Mitglieder werden stärker adressiert, Impulskäufe gefördert – Impulse, die beim Wechsel in ein Nicht-Social-Media-Umfeld wie reine Verkaufswebseiten im Zweifelsfall verloren gehen könnten. Noch ist die Shopping-Funktion von Instagram größtenteils auf den Feed beschränkt, bald soll sie aber auch in Stories integriert werden. Entsprechende Tests laufen bereits. Die Grundvoraussetzungen, um die Plattform als Vertriebskanal zu nutzen, sind gering: Neben einem Instagram-Businesskonto muss nur noch ein Shop auf dem Schwesterportal Facebook eingerichtet werden.

Großes Zukunftspotenzial

Ebenfalls in den E-Commerce eingestiegen ist Pinterest. Das Funktionsprinzip ähnelt dem von Instagram: User finden in den Bildern von Influencern und Unternehmen Inspiration, die sie sogleich durch den Kauf des jeweiligen Produktes in die Tat umsetzen können. „Shop the Look“ nennt das Unternehmen die Pins, in denen Verkäufer ihre Ware anbieten können. Weiße Punkte bedeuten den potenziellen Kunden, dass sie ein bestimmtes Objekt erwerben können. Die Customer Journey führt auch hier nicht über die Plattform hinaus.

 

Die Vorstöße von Instagram und Pinterest sind für den Online-Handel in vielerlei Hinsicht überaus spannend. Zum einen bieten sie eine immense Zahl an potenziellen Kunden: Weltweit wird allein Instagram von über einer Milliarde Menschen genutzt; Pinterest lag letzten offiziellen Angaben zufolge bei mehr als 200 Millionen Mitgliedern. In Deutschland ist die Zahl der User von beiden Portalen zusammen siebenstellig. Zum anderen verbinden Pinterest und Instagram zwei wesentliche Steps der Customer Journey, nämlich Ideenfindung und Kauf. Addiert man nun noch den sozialen Faktor hinzu, den Social Networks immerhin schon im Namen tragen, ergibt sich ein E-Commerce-Bereich mit bedeutendem Potenzial. Nun muss sich zeigen, wie die Nutzer die Angebote annehmen und wie die Plattformen ihre Services weiter verfeinern können.

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